Kooikerhondje

 FCI: Gruppe 8 (Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde)

Ursprungsland: Niederlande

Verwendung: Dieser kleine Spaniel, der heute noch wie früher in den Ententeichen vortreffliche Arbeit leistet, ist ein echter kleiner, aufgeweckter, harmonisch gebauter Jagdhund von attraktiver Farbe und glänzendem, reichlich befederten Haarkleid.

Charakter: Fröhlich, doch nicht lärmend, sehr auf seine Umgebung eingestellt, freundlich, gutartig und aufmerksam.

Erziehung: Erfordert eine sensible Hand. Ist nicht schussfest und ein wenig schreckhaft bei lauten Geräuschen. In der "Pubertät" (mit 7-8 Monaten) tritt der letztendliche Charakter des Hundes zutage. Je nach Ausprägung des Charakters muss die Erziehung entweder streng bei dominanten Hunden oder aber vorsichtig aufbauend bei sensiblen Hunden ausfallen. Auf jeden Fall immer konsequent.

Erscheinung: Lebhafter, zweifarbiger Hund von nahezu quadratischem Körperbau. Gut befederte Rute und aufrecht getragener Kopf. Die Länge beträgt etwas mehr als die Widerristhöhe. Die Länge von Oberkopf und Nasenrücken ist ungefähr gleich. Das Haar ist von mittlerer Länge, leicht gewellt bis glatt, nicht kräuselnd, gut anliegend. Nicht zu feine Haare, gut entwickeltes Unterhaar, leicht zu pflegen.

Pflege: l x täglich bürsten

Bewegung: Ein bewegungsfreudiger Hund, der mindestens 1 Stunde pro Tag mit Herrchen/Frauchen Spazierengehen möchte. Eignung auch für Hundesport.

Gesundheit: Vereinzelt Fälle von Epilepsie und der Bluterkrankheit "Von-Willebrand-Krankheit" (Erbfaktor 50%), HD sehr selten.

Lebenserwartung: 14 -15 Jahre sind guter Durchschnitt

 

Nederlandse Kooikerhondje Ursprung

Das Kooikerhondje ist eine sehr alte Rasse, welche um das 16. Jahrhundert in den Niederlanden auftauchte. Ihre Aufgabe war es Enten in den Kooi, einer speziellen Entenfangeinrichtung, zu locken . Sie besteht aus Käfigen, die einen Kanal bilden und in einer Falle enden, in welcher der Jäger die Enten leicht fangen konnte.

Kooiker waren im 17. und 18. Jahrhundert in den Niederlanden beliebt und wurden in Gemälden von Rembrandt und Jan van Steen abgebildet. Auch Prinz Wilhelm v. Oranien ( 1533-1584 ) hatte solch einen  Spaniel. Das wachsame Kooikerhondje rettete seinem Herren das Leben, indem es den schlafenden Prinzen über das Gesicht leckte und dem Prinzen so die Flucht vor dem nächtlichen Mordanschlag der Spanier gelang. Daher bekam das Kooikerhondje anfangs den Namen : Prinzenhondje. Den nächsten Mordanschlag konnte das Kooikerhondje leider nicht vereiteln. Der Prinz wurde 1584 in Delft ermordet. Man sagt, das Kooikerhondje sei aus Kummer über den Tod seines Herren ebenfalls gestorben. Der Bildhauer Hendrick de Keyser errichtete in der Zeit von 1614-1623, ebenfalls in Delft, dem Prinzen zu Ehren ein Mausoleum. Eine Skulptur, in weißen Marmor gehauen, zeigt den Prinzen und zu seinen Füßen einen liegenden Hund. Nun sind im Tod - der Prinz und sein Kooikerhondje - wieder vereint.

Mausoleum: Prinz Wilhelm von Oranien mit seinem Kooikerhondje (Fußende)